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    Die Archäologen haben bei ihren Ausgrabungen in der Nekropole von Pergamon inzwischen zahlreiche Grabstätten freigelegt. Die einzelnen Skelettfunde beschäftigen auch eine benachbarte Disziplin. Der Anthropologe PD Dr. Wolf-Rüdiger Teegen von der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht die menschlichen Überreste wie Knochen und Zähne genau. Sie erlauben unter anderem Rückschlüsse auf Geschlecht, Alter und Körpergröße der Menschen vor 2000 Jahren, aber auch Erkenntnisse über die gesundheitliche Verfassung der antiken Bewohner von Pergamon.


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    Richtstättenarchäologie: Der unbeschreibliche Budler interviewt die Richtstättenarchäologin Marita Genesis (Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Rockband, dem biblischen Ereignis oder dem gefährlichen Objekt aus Star Trek II und III !).  | Spieldauer 32 Minuten | Angegraben | Stream & Info, Direkter Download

    Dresscodes! - Die Sprache der Kleider in römischer Zeit und im frühen Mittelalter: Ein Interview mit Antje Kluge-Pinsker, Leiterin der Wissenschaftspädagogik am RGZM (danke für den Hinweis!). |  Spieldauer 6 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info

    Krieg in der Antike: Eine interessante und ausführliche Audiosendung über antike Kriegsführung auf dem Youtube-Kanal SalmPhilosophie. Wie bei Youtube-Angeboten mit zweifelhaftem Copyright üblich, verlinke ich nicht direkt darauf, sondern nenne nur den Suchbegriff, den man einfach ins Suchfeld kopieren kann: Krieg in der Antike - "Der Krieg ist aller Dinge Vater!" | Spieldauer 2 Stunden 14 Minuten | SalmPhilosophie/Youtube

    Marcus Aurelius: Ebenfalls auf dem Youtube-Kanal SalmPhilosophie findet sich eine Hördokumentation über den Philosophenkaiser Marcus Aurelius. Suchbegriff: Marcus Aurelius, ein Kaiser! | Spieldauer 2 Stunden 19 Minuten | SalmPhilosophie/Youtube


    Übrigens, es gibt die Möglichkeit z.B. mittels eines Onlinedienstes, bei dem man einfach die URL des gewünschten Youtubevideos eingibt, ein Video oder auch nur die Audiospur kinderleicht auf den PC herunterzuladen. Siehe etwa diese Seite: Klick mich

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    Auf den ersten Blick wirkt die Grabungsstätte am Fuße der Akropolis von Pergamon wie ein Sammelsurium aus Steinen, Mauerresten und einzelnen Knochen. Es gehört zum Alltag der beteiligten Forscherinnen und Forscher, die verstreuten Fragmente genau einzumessen und exakt zu dokumentieren. Als Schnittleiter der Ausgrabung erläutert der Archäologiestudent Matthias Meinecke wie er bei dem Gewirr die Übersicht behält und warum er sich besonders freut, wenn seine Kolleginnen und Kollegen auf eine Münze stoßen.


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    Vorschnelle Copyright-Beschwerde

    Mitten im Urlaub tauchte im Blog ein irritierender Kommentar auf, in dem ich beschuldigt wurde, das PDF eines fremden Autors irgendwo hochgeladen und dann darauf verlinkt zu haben.
    Nachdem ich diesen Schmarrn gelesen hatte, dache ich so bei mir.... Klick mich  ;)

    Der Beschwerdeführer - er behauptete einer der beiden Autoren des PDFs zu sein - hätte eigentlich nur auf den kritisierten Link klicken müssen, um sofort zu erkennen, dass das Dokument nicht von mir auf einen dubiosen Server hochgeladen wurde, sondern über die offizielle Domain der Uni Heidelberg frei und vor allem legal für jedermann abrufbar ist. Aber diese einfache Mausklick zwecks Überprüfung war dem Mann offensichtlich nicht in den Sinn gekommen. Lieber wird gleich munter drauflos beschuldigt...
    Prinzipiell entferne ich allerdings gerne jedes verlinkte PDF, falls ein Autor das unbedingt möchte. Denn wenn jemand es nicht begrüßt, dass seine an sich frei zugänglichen Publikationen eine möglichst große Leserschaft erreichen, dann will ich dem keinesfalls im Weg stehen.
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    Von Papers, Keynotes und sonstigem Globalesisch

    In der Neuen Zürcher Zeitung beschäftigt man sich kritisch mit der anglophonen Dauerpenetration in Wissenschaftskreisen - eine wahrlich "uncoole" Entwicklung, die übrigens auch schon das Goethe-Institut auf den Plan gerufen hat: Klick mich
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    Mysteriöses aus Meßkirch

    Erstaunlich, auf welch interessante Beifunde man beim Googeln nach der allseits beliebten Klosterstadt stoßen kann: Klick mich

    Bleibt die Frage, was an dieser Geschichte dran ist. Sollte sich der Fall wirklich so zugetragen haben, wie er in diesem Artikel beschrieben wird, dann macht es doch zumindest nachdenklich.
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    Das Angeber-Latein der Woche

    Multos dimere debet, quem multi timent.
    Viele muss fürchten, wen viele fürchten.
    Publius Syrus, Sententiae M30

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    Vom Trivialen zum absolut Erstaunlichen ist es in der Forschung manchmal ein nur relativ kurzer Weg - sofern man bereit ist ihn konsequent zu beschreiten. Der erfahrene Höhlenforscher, Prähistoriker und Archäologe Dr. Heinrich Kusch hat dies gemeinsam mit seiner Frau Ingrid in den beiden Sach-Bildbänden Tore zur Unterwelt (2009) und Versiegelte Unterwelt (2014) in gelungener Weise dokumentiert: Künstliche Gangsysteme - vor allem in der (Ost-)Steiermark - die lange Zeit pauschal als kleinräumige "Erdställe" des Mittelalters oder frühneuzeitliche "Wassergänge" abgetan wurden, entpuppten sich bei eingehender Untersuchung in etlichen Fällen als Jahrtausende alte, über viele hundert Meter weit ausgreifende Zeugnisse der menschlichen Urgeschichte. Zeitlich reichen sie mindestens bis in die das Jungpaläolithikum bzw. "Magdalénien" zurück. Unzählige neue Fragen wurden durch diese Erkenntnis aufgeworfen, deren Beantwortung unser festgefügtes Bild von der Prähistorie gehörig durcheinanderwirbeln könnte. So dürfte etwa ein erstaunlich präzise in den Felsen gegrabener Tunnel (BILD 1) laut aufwändiger TCN-Datierung über 10 000 (!) Jahren alt sein. Wie es den Menschen der Steinzeit möglich war, ohne entsprechende Metallwerkzeug ein solches Bauvorhaben zu realisieren, ist mehr als nur rätselhaft. Um zumindest ein wenig Licht ins Dunkle der Geschichte zu bringen, wurden die bereits verwitterten Gangwände mit starken Industriemagneten sondiert. Dabei fanden sich winzige Stahl-Späne - scheinbar Abriebe von Werkzeugspitzen - deren chemische Zusammensetzung laut Analyse der Karl-Franzens-Universität einer künstlich hergestellten Legierung entspricht. Noch bemerkenswerter ist, wie diese Partikel etliche Jahrtausende überdauerten, ohne völlig zu korrodieren. Das Rasterelektronenmikroskop enthüllt nämlich, dass sie in Kügelchen aus verglastem Gestein eingeschlossen sind (BILD 2). Wie kamen die für diesen Prozess nötigen Temperaturen von weit über 1000 Grad Celsius zustande? Oder hat man es hier mit einem Vorgang zu tun, für den es möglicherweise eine andere, bisher völlig unbekannte Erklärung gibt?

    BILD 1 - Sogenannter "Streblgang" (Oststeiermark). Trotz der stark fortgeschrittenen Verwitterung ist immer noch die große Sorgfalt zu erkennen, mit der hier einst gearbeitet wurde. Bergwerksstollen aus der Römerzeit oder dem Mittelalter weisen eine weitaus gröbere Oberfläche, mit unzähligen größeren und kleineren Ausbrüchen auf. In alten kirchlichen Aufzeichnungen werden solche in den Felsen gegrabene Gänge als "Steinschratteln" bezeichnet. Teilweise fand in deutlich späterer Zeit eine Sekundärnutzung als "Wassergang" statt. | Aus Tore zur Unterwelt, Abb. 32 | Mit freundlicher Genehmigung von Heinrich Kusch | (C) Verlag V. F. Sammler, 2009


    BILD 2 - Aufnahme mittels eines Rasterelektronenmikroskops der Karl-Franzens-Universität Graz: Zu sehen ist hier eine Probe, die von der Wand des sogenannten "Streblgangs" (Bild 1) entnommen wurde. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen von einer Werkzeugspitze abgeriebenen "Eisen"-Span, der ungewöhnlicherweise in verglastem bzw. versintertem Gestein eingeschlossen ist. Laut Materialanalyse hat man es hierbei keinesfalls mit natürlich vorkommendem Eisenoxyd zu tun, sondern mit einer Stahllegierung, die Eisen, Sauerstoff, Mangan, Aluminium, Silicium, Kalium, Calcium, Titan und Chrom enthält. In einer weiteren Probe wurde zusätzlich Molybden festgestellt. | Aus Versiegelte Unterwelt, Abb. 62 | Mit freundlicher Genehmigung von Heinrich Kusch | (C) Verlag V. F. Sammler, 2014

    Neben jenen Gängen, die in den Fels geschlagen (eigentlich "geschrämt") wurden, findet sich häufig eine Variante aus Trockenmauern, welche in künstlichen Gräben errichtet und abschließend mit teils tonnenschweren Decksteinen sowie Erdmaterial überdacht wurden (BILD 3). Wieder ließen Herr Kusch und seine Forscherkollegen von der Karl-Franzens-Universität Graz TCN-Datierungen des steinernen Baumaterials vornehmen - und auch hier konnte ein Alter von mindestens 10 000 Jahren festgestellt werden.

    BILD 3 - Trockenmauergang der Fam. Lembäcker. Man beachte das Kraggewölbe und die großen Decksteine. In alten kirchlichen Aufzeichnungen wird dieser Gang-Typ als "Legschratteln" bezeichnet. | Aus Versiegelte Unterwelt, Abb. 100 | Mit freundlicher Genehmigung von Heinrich Kusch | (C) Verlag V. F. Sammler, 2014

    Welchen Zweck erfüllten diese menschgemachten Gänge, Kammern und Gewölbe der Vorgeschichte, von denen alleine in der Oststeiermark bis dato über 750 (!) (wieder-)entdeckt bzw. dank Herrn Kusch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden? Darüber kann heute in vielen Fällen nur spekuliert werden. Die Kirche andererseits hatte wohl schon früh für zumindest einen Teil der beschriebenen Anlagen eine Erklärung parat. Und genau diese Erklärung scheint im 16./17. Jahrhundert dazu geführt zu haben, dass vor allem die unter Sakralbauten (Klöster, Kirchen, Kapellen, Bildstöcke) liegenden Gangsysteme geradezu ängstlich und mit hohem Materialaufwand verschlossen oder vollständig verfüllt wurden. Trotz dieser Aktivitäten sind die Spuren der unterirdischen Bauten auch heute noch unverkennbar, wie beispielsweise das steirischen Stift Vorau zeigt (BILD 4). 

    BILD 4 - Teilbelegtes Gangnetz unter dem oststeirischen Stift Vorau. Die Gänge wurden größtenteils verschlossen oder verfüllt, sind allerdings mittels Bodenradar, Kernbohrungen und ähnlichen Methoden auffindbar. | Aus Tore zur Unterwelt, Abb. 61 | Mit freundlicher Genehmigung von Heinrich Kusch | (C) Verlag V. F. Sammler, 2009

    Aber nicht nur in Vorau, sondern auch in anderen Gegenden Österreichs und Süddeutschlandes machte sich die Kirche ans sorgfältige Verschließen der Gangsysteme. Ein bezeichnendes Licht darauf wirft die wirklich außergewöhnliche und lange Zeit in den Archiven verschollene Anweisung des Probstes Caspar Christiani vom Stift Klosterneuburg (Niederösterreich):

    CONCLUSIO AC ORDO Odib.  Mart. 1580  
    Nach reiflicher Schlußfindung sind wir nicht andtheimgestanden, dem Rath des hochlöblichen Maurermeisters Gaubiser zu folgen, den Felsenkeller der Urchristen, welcher zuletzt von der 12 A. (=Apostel) Zeche genützt, durch Flutung mittels Schlammwasser und Steinen durch Umleitung des Albrechtbaches in ins Gewölbe zu schlagenden Löcher zu verfüllen und vor der Benützung durch Katholiken und deren Untergang ins Heidnische zu bewahren.  
    Darin bestärken uns die Erfahrungen des verewigten Geoffroy de Charny, die Erkenntnisse von hermetischen Brennleuchten und sonstigen heidnischen Unfug, welcher den Passionisten unter den rechtschaffenen Katholiken zu Verderb geführt hat. Der von den Schratteln ausgehende Odem des Bösen, welcher das Fremde anzieht wie Licht die Modten.
    Besonders ist Obacht zu halten, daß die Schratteln und Gäng doppelt zu vermauern und schlämmen nicht versäumt wardt. Der heidnische götzenhafte unheilbringende schwarze Stein soll verpackt werden, daß seine Kräfte nicht mit dem Schlamm in Berührung kommen können. Das gute Werk soll von einem dutzend Wachen beäugt und das Volk ferngehalten werden. Den 12 A. wird Gott die Einsicht lohnen.
    + Abt und Probst von Nivenburg
    Id. Mart. 1580
    Executum est. 


    Welche Erfahrungen machte (der Ritter) "Geoffroy de Charny". Was sind "hermetische Brennleuchten"? Welcher "Odem des Bösen" geht von den unterirdischen Ganganlagen nach Meinung des Abtes aus? Und was hat es mit diesem "unheilbringenden schwarzen Stein" auf sich?
    Fragen über Fragen, die der Autor Heinrich Kusch nach jahrelanger Forschungsarbeit zumindest teilweise beantworten kann. So wurde beispielsweise besagter Stein tatsächlich in den verfüllten Ganganlagen entdeckt - sicher verpackt in zwei ineinander verschachtelten Holzkisten, damit er, wie vom Abt gefordert, nicht mit dem Erdreich in Berührung kommt. Besonders erstaunlich ist, dass dieser Stein, der auf den ersten Blick ziemlich gewöhnlich wirkt, sich bei Berührung und im Sonnenlicht zuerst blau und dann schwarz verfärben, wie Abbildungen im Buch belegen. Welche chemischen/physikalischen Mechanismen dafür genau verantwortlich sind, konnte bisher noch nicht ergründet werden.

    Die Kirche spricht im Zusammenhang mit den Unterirdischen Anlagen bzw. Gängen auch von "Grund- und Fundamentallinien"; Energetische Phänomene sollen damit in Verbindung stehen, doch nichts wirklich Greifbares ist von dieser These bisher bekannt. Trotzdem dürfte es darüber noch hochinteressante historische Aufzeichnungen geben, wie Kleriker durchblicken ließen.
    Bei weitem nicht alle Bauten können allerdings im Sinn dieser kirchlichen Vorstellungen interpretiert werden; vielmehr handelt es sich z.T. auch schlicht und ergreifend um Behausungen, wie der Buchautor erklärt. Errichtet wurden diese künstlichen "Wohnhöhlen" aus Trockenmauerwerk - unmittelbar nach dem Ende der letzten Eiszeit in rund 1000 Metern Höhe. Dort war es im Sommer vergleichsweise kühl, im Winter allerdings wärmer als in den Tälern - woraus sich für die Menschen der frühen Jungsteinzeit ideale Lebensbedingungen ergaben. Da die Waldgrenze damals noch wesentlich tiefer lag, war das bevorzugte Baumaterial in diesen Gegenden nicht Holz, sondern Stein. Lange Zeit hat man die Überreste dieser Bautätigkeit pauschal als "Klaubsteinhaufen" abgetan, welche angeblich von Bauern über die vergangenen Jahrhunderte hinweg zusammengetragen wurden, um Felder von beim Pflügen störenden Steinen zu befreien. Herr Kusch und seine Forscherkollegen haben jedoch bald nach Befragung der ortsansässigen Bevölkerung festgestellt, dass viele dieser Strukturen in Wirklichkeit Dächer unterirdischer Kammern sind, die sich in bestimmten Gegenden hundertfach häufen und regelrechte Steinzeitsiedlungen auf künstlich angelegten Terrassen bilden.

    Noch etliche Zeilen könnte man zu den spannenden Entdeckungen schreiben, die in Tore zur Unterwelt und Versiegelte Unterwelt erörtert werden. Nicht zufällig handelt es sich bei diesen Publikationen um Bestseller. Doch wer sich daran macht an Paradigmen zu kratzen, der muss freilich auch mit Kritik rechnen. Zwar fällt diese im Falle von Herrn Kusch in Summe relativ bescheiden aus (zu groß dürfte seine Reputation und die Unterstützung von namhaften Forschern sein), allerdings grenzt sie punktuell geradezu an versuchten Rufmord.
    Eine kleine Gruppe von Erdstall-Forschern behauptete nach Erscheinen des ersten Buchs (2009), die Neu-Datierungen der Höhlen seien aufgrund methodischer Mängel falsch. Man untermauerte dies z.B. mit eigenen C14-Datierungen, die eine Entstehungszeit im Mittelalter belegen sollen. Völlig ignoriert wurde dabei jedoch der Umstand, dass besagte Erdställe häufig eine zeitlich ausgedehnte Sekundärnutzung erfuhren und infolgedessen mit jüngerem Material "kontaminiert" wurden. So flohen etwa noch am Ende des 2. Weltkrieges etliche Menschen in einige der unterirdischen Gänge, um sich vor der anrückenden Soldateska Stalins in Sicherheit zu bringen. Spätestens seit Heinrich Kuschs zweites Buch (2014) erschien, in dem mehrere aufwändige TCN-Datierungen des Baumaterials (!) vorgelegt werden konnten, scheint die Datierungsfrage mehr oder weniger obsolet zu sein. Wobei der Autor ganz klar betont, dass man keinesfalls alle unterirdischen Anlagen über einen Kamm scheren dürfe; natürlich gibt es daher auch solche, die genuin mittelalterlich, römisch oder frühneuzeitlich sind.
    Da die Kritiker also auf der sachlichen Ebene nicht viel ausrichten konnten, packten sie jene Keule aus, die im Wissenschaftsbetrieb quasi das Äquivalent zur beliebten Nazikeule darstellt: Kusch wurde kurzerhand unterstellt, seine Argumentation gleite zum Teil in die Esoterik ab. Dies schloss man z.B. aus jenen Zeilen, die im Buch Tore zur Unterwelt kurz das Phänomen der sogenannte Orbs anreißen. Es geht dabei um gleißend strahlende Lichtkugeln, welche auf Bildern von Digitalkameras zu sehen sind. Gemeint sind hier übrigens keinesfalls jene klar eingrenzbaren Reflexionen, die von Staub, Schneeflocken oder Regentropfen verursacht werden (wir kennen sie alle), sondern eine Variante, die sich optisch davon unterscheidet und vergleichsweise selten auftritt. Nun hat die Allwissende Müllhalde (Wikipedia) auch dafür mittlerweile eine scheinbar probate Erklärung parat. Im Jahr 2009 jedoch, als Kusch dieses Thema Anschnitt und vorsichtig eine Erforschung durch Physiker vorschlug, rätselten selbst renommierte Naturwissenschaftler noch öffentlich, worum es sich dabei handeln könnte. Man muss die Aussage des Autors also im Kontext der Zeit sehen. Im Übrigen gibt es namhafte Forscher, die selbst heute nicht von den bei Wikipedia favorisierten Erklärungsmodellen restlos überzeugt sind und etwa Phänomene dahinter vermuten, die mit Anomalien im Erdmagnetfeld sowie kosmischem Teilchenbeschuss zu tun haben könnten.
    Neben den erwähnten Orbs gründete sich die unsachliche Kritik (mit zum Teil juristischem Nachspiel) besonders auf die breite Berücksichtigung von Volkssagen und Überlieferungen der Kirche - siehe etwa das oben zitierte Schreiben des Abtes von Klosterneuburg. Heinrich Kusch erklärt hierzu allerdings, dass er aus Angst vor dem Esoterik-Vorwurf solche interessanten Quellen sicher nicht zurückhalten wird. Wenn überdies hochrangige Kirchenvertreter, wie der zwischenzeitlich verstorbene Chorherr DDr. Floridus Röhrig, im Zusammenhang mit den Erdställen nach eigener, jahrelanger Forschung von "energetischen Phänomen" sprechen, dann müsse man dies, auch wenn es unserem ratio-wissenschaftlichen Denkschema widerspricht, genau untersuchen und es nicht von vornherein als Blödsinn abtun.
    Welcher aufgeklärte, wissensdurstige Mensch möchte dem ernsthaft widersprechen?


    FAZIT: Die in Tore zur Unterwelt und Versiegelte Unterwelt (Verlag V. F. Sammler) zusammengefasste Forschungsarbeit von Heinrich Kusch, seiner Frau Ingrid und einigen weiteren Mitstreitern ist abwechslungsreicher, spannender Lesestoff. Während im 1. Teil noch manch Frage offen bleiben musste (auch daher die vereinzelte Kritik), werden im 2. Teil wichtige Antworten nachgereicht - vor allem in Form naturwissenschaftlicher Untersuchungen. Da jedoch mit jeder Antwort neue Fragen auftauchen - und der Autor unermüdlich weiterforscht - darf sich der Leser vermutlich auf eine Fortsetzung freuen.

    Hinweis: Die Forscher rund um Heinrich Kusch präsentieren ihre Arbeit auf der Internetseite subterravorau.at 
    Jene, die beispielsweise an einer Begehung der unterirdischen Gänge interessiert sind, finden dort kompetente Ansprechpartner.


    Inhaltsverzeichnis - Tore zur Unterwelt - Teil 1

    Einleitung
    Vorwort
    Das Erdstall-Phänomen in Europa
    Oststeirische Sagen - Mythos oder Wirklichkeit
    Das Geheimnis des Augustiner-Chorherren-Stiftes Vorau.
    Das rätsel um die Krypta von Stift Vorau
    Ein österreichisches Stonehenge
    Menhire und Lochsteine - Torhüter zur Unterwelt
    Verborgene Zugänge in vergessene Welten
    Der prähistorische Steinbruch in der Lurgrotte Semriach
    Ungelöste Altersdatierungen und andere Fragen
    Weiterführende Literatur
    Bildbeschreibungen der Kapitelanfänge
    Danksagung
    Ortsregister


    Inhaltsverzeichnis - Versiegelte Unterwelt  - Teil 2

    Einleitung
    Dogma - Versiegelte Unterwelt
    Zum vermutlichen Alter der aus Trockenmauern errichteten Anlagen
    Gab es nacheisenzeitliche unterirdische Bediedlungen
    Die prähistorischen Steinsetzungen in der Oststeiermark
    Neue Forschungsergebnisse aus dem Augustiner-Chorherrenstift Vorau
    Déjà-vu beim Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg
    Anhang
    Weiterführende Literatur
    Danksagung
    Ortsregister

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    Interview mit den Restauratorinnen Christina Verbeek und Susanne Brinkmann

    In Florenz beginnt in der kommenden Woche der 11. Internationale Ägyptologenkongress (International Congress of Egyptologists XI). Dort werden die Diplom-Restauratorinnen Susanne Brinkmann und Christina Verbeek ein neues Projekt vorstellen, bei dem L.I.S.A. eine entscheidende Rolle spielt: Conservation of Theban Temples and Thombs (CTT). Was CTT genau ist, wie es funktioniert und wer dabei angesprochen ist, erläutern Susanne Brinkmann und Christina Verbeek in diesem Videointerview.


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    Interview mit den Restauratorinnen Christina Verbeek und Susanne Brinkmann

    In Florenz beginnt in der kommenden Woche der 11. Internationale Ägyptologenkongress (International Congress of Egyptologists XI). Dort werden die Diplom-Restauratorinnen Susanne Brinkmann und Christina Verbeek ein neues Projekt vorstellen, bei dem L.I.S.A. eine entscheidende Rolle spielt: Conservation of Theban Temples and Thombs (CTT). Was CTT genau ist, wie es funktioniert und wer dabei angesprochen ist, erläutern Susanne Brinkmann und Christina Verbeek in diesem Videointerview.


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  • 08/17/15--01:48: Fundstücke KW 33
  • Archäologiestudenten aus Cardiff (Wales) waren in den vergangenen Wochen auf Praxisbesuch im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen. Zum Abschluss halfen sie nun auch noch mit, frühmittelalterliche Grubenhäuser in Paderborn freizulegen, wie die Neue Westfälische berichtet. Im Blog “Schickes und Schönes – Die … Continue reading


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    Eisenzeitliche Holzfunde aus dem Kilbwerk des Salzbergwerkes Hallstatt | 17,8 MB | 2010 | Michael Raab  | Uni Wien


    Die Schwertscheide aus Grab 994 in Hallstatt | 32,5 MB | 2009 | Erich Zimmermann | Uni Wien

    Fingerprints in der Archäologie | 6.3 MB | 2012 | Ali Darvish Zadeh | Uni Wien

    Fachgespräch "Spätantikes Fundmaterial aus dem Südostalpenraum" (Tagungsband) | 23 MB | 2014/2015 | Bernhard Hebert, Nikolaus Hofer | BDA

    Römische Graffiti auf Wandmalerei aus Österreich | 39 MB | 2013 | Eva Vlcek | Uni Wien

    Anmerkung: Keines der PDFs wurde vom Betreiber des Blogs auf einen Server hochgeladen. Es handelt sich hier einzig und alleine um per Suchmaschine gefundene Links zu augenscheinlich unbedenklichen Quellen.

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    Archäologisch-historische Feldforschungen in der Südwest-Türkei. Teil 2: Mit Studierenden unterwegs ... zur rätselhaften Burg am blauen See

    Seit 2008 findet mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung ein archäologisch-historisches Feldforschungsprojekt in der antiken Landschaft Kibyratis (heutige Provinz Burdur, Südwest-Türkei) mit dem Ziel statt, die dortige bislang weitgehend unbekannte materielle Kultur und Geschichte zu erforschen. Das Projekt ist eine Kooperation des Instituts für Klassische Archäologische der LMU München (Dr. O. Hülden) und des Instituts für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik der Universität Wien (Prof. Dr. Th. Corsten).
     
    In Teilen ist das Projekt mit der Filmkamera begleitet worden, was auf eine Initiative von Dipl.-Ing. (FH) A. Rieger (Hochschule Karlsruhe) zurückzuführen ist, der von 2009 bis 2012 die Vermessungsarbeiten in der Kibyratis geleitet hat. Es handelt sich demnach um kein professionelles Filmprojekt, sondern um den Versuch, unsere Arbeiten im Rahmen bescheidener Möglichkeiten und ohne allzu große Unterbrechungen in dieser Form zu begleiten, zu dokumentieren und einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
     
    Ein erster Film, der sich mit einem primär archaischen Siedlungsplatz auseinandersetzt  bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die lydische Vorgängersiedlung des in hellenistischer Zeit an anderer Stelle neugegründeten Kibyra (der namengebende Ort der Kibyratis) handelt, ist auf L.I.S.A. bereits 2011 eingestellt worden. Nach einer langen Wartezeit folgt nun also der zweite Teil, dem in Bälde weitere folgen werden. Diesen Teil haben K.-L. Link MA und K. Gschwendtner M. A. unter Mithilfe von A. Rieger konzeptionell und technisch umgesetzt. 
     
    Hintergrundinformationen zu der im Film gezeigten befestigten Anlage oberhalb des Salda Sees finden sich in dem unten angehängten zusätzlichen Dokument:
     
    O. Hülden, Gipfelbefestigungen in der Kibyratis, in: B. Beck-Brandt – S. Ladstätter – B. Yener-Marksteiner (Hrsg.), Tor und Turm. Siedlungsstrukturen in Lykien und benachbarten Kulturlandschaften. Akten des Gedenkkolloquiums für Thomas Marksteiner in Wien, November 2012, Forschungen in Limyra 7 (Wien 2015) 195–214


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    Die Nekropole von Pergamon

    Das Wissenschaftsportal L.I.S.A. berichtet in dieser interessanten Video-Dokumentationsreihe über eine archäologische Grabungskampagne in Pergamon, wo man die Bestattungsbräuche aus griechisch-römischer Zeit untersucht: Zu den Videos
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    ORF-Beitrag: Mysteriöse Höhlen in der Oststeiermark

    Ein Blogleser und Living-History-Kollege von der Montan-Uni in Leoben (Liebe Grüße dorthin!) hat mich bezüglich der beiden rezensierten Bücher "Tore zur Unterwelt" und "Versiegelte Unterweltauf einen zweiminütigen ORF-Bericht aus dem vergangenen Juli aufmerksam gemacht. Der Buchautor und Prähistoriker Dr. Heinrich Kusch spricht hier über seine außergewöhnlichen Forschungsergebnisse.
    Das Interesse an diesem Thema scheint übrigens recht groß zu sein, denn meine Rezension wurde bereits am ersten Tag mehrere hundert Male aufgerufen. Bei Gelegenheit möchte ich mir daher die eine oder andere dieser künstlich geschaffenen Höhlen persönlich ansehen, um im Anschluss hier darüber zu berichten. Vor allem der sogenannte Streblgang scheint es wert zu sein, dass man einen genaueren Blick darauf wirft, da in ihm jene ominösen Metallspäne an der versinterten/verglasten Tunnelwand entdeckt wurden, die scheinbar über 10 000 Jahre alt sind.

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    Eine antike Mädchenfrisur

    Janet Stephens, die Fachfrau für historische Frisuren, rekonstruiert diesmal die Haartracht eines jungen römischen Mädchens das zur Zeit Caesars lebte.


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  • 08/24/15--02:13: Fundstücke KW 34
  • Der Spiegel widmete sich diese Woche zum wiederholten Male der Perspektivlosigkeit von Nachwuchswissenschaftlern. Diese ist natürlich kein Zufall, sondern politisch gewollt, und daran werden leider auch ein weiteres Dutzend kluger Beiträge nichts ändern, sondern allenfalls ein Aufstand des akademischen Mittelbaus … Continue reading


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    Der "Grabbau 7" steht im Mittelpunkt der Grabungskampagne. Darin fanden die Archäologen menschliche Überreste von insgesamt acht Individuen. Gemeinsam mit den Anthropologen versuchen die Archäologen aus Knochen und Grabbeigaben mehr über Geschlecht, Alter und soziale Herkunft der Bestatteten zu erfahren. Wurden sie gleichzeitig bestattet? Handelt es sich dabei um eine Art Familiengrab? Prof. Dr. Felix Pirson, Archäologe und Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Istanbul, und PD Dr. Wolf-Rüdiger Teegen, Archäologe und Anthropologe der Ludwig-Maximilians-Universität München, geben Antworten.


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    Ötzi-Walk

    Eine Leserin hat mich auf den sogenannten "Ötzi-Walk" aufmerksam gemacht. Dabei handelt es sich um keinen neuen, von DJ Ötzi erfundenen Tanz - ähnlich Michael Jacksons "Moonwalk" - sondern um eine vierzehntägige Wanderung von drei Menschen in jungsteinzeitlicher Kleidung samt (mehr oder weniger) dazu passendem Marschgepäck: Klick mich

    Das Vorhaben läuft unter dem Oberbegriff "Experiment", allerdings stellt sich die Frage, welche neuen Erkenntnisse solche schon mehrfach durchgeführten Living-History-Wanderungen für die Allgemeinheit überhaupt noch erbringen können? Vermutlich geht es in diesem speziellen Fall primär um Werbung für die Archäologische Landesausstellung in NRW, aber immerhin dürfte man mit solchen medienwirksamen Projekten ein gewisses Interesse bei der Bevölkerung wecken - was sicher positiv ist.
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    Bezüglich einer Anfrage

    Nein, auf diesem Blog für Antike und Mittelalter werden keine "Zeichen gesetzt" - gegen oder für was auch immer. Dieses verkappte politische Agitieren, samt Heischen um Sozialprestige, überlasse ich gerne jenen, deren Ego und seelisches Wohlbefinden das nötig hat. 

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  • 08/27/15--21:00: Nieszawa (PL) rediscovered
  • von Archeologia Nieinwazyjna, via Archivalia_EN •


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  • 08/31/15--01:39: Fundstücke KW 35
  • Es gibt Neues zu den Ausgrabungen in Paderborn, an denen Studierende aus Cardiff beteiligt sind: Die bislang entdeckten Gräber liegen weniger tief als erwartet (Archäologie Online). Im bayerischen Kümmersbruck wurden Spuren eines karolingerzeitlichen Werkstattkomplexes entdeckt, in dem u.a. Eisen verhüttet … Continue reading


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    In einem ausführlichen Interview beantwortet der Archäologe Prof. Dr. Felix Pirson, Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Istanbul, Fragen rund um das Projekt. Auf welchem bisherigen Wissen über die Nekropole von Pergamon basiert die aktuelle Arbeit? Welche Herausforderungen mussten bewältigt werden? Was fasziniert an einem Forschungsgegenstand, der vor allem mit dem Tod zu tun hat? Und: Stören die Ausgrabungen die Totenruhe?


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    Problematische anthropologische Schätzmethoden


    Weil für eine Arbeit benötigt, habe ich mir vor ca. zwei Monaten das von Frank Sigmund verfasste Buch Die Körpergröße der Menschen in der Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas und ein Vergleich ihrer anthropologischen Schätzmethoden bei Amazon bestellt. Mein Hauptinteresse galt eigentlich mehr den Ergebnissen selbst, weniger den Wegen, die zu ihnen hinführen. Trotzdem hat sich beim Lesen recht früh herauskristallisiert, dass es die von der Forschung angewandten Größenschätzungen ganz schön in sich haben und häufig nicht jenen Grad an Zuverlässigkeit/Genauigkeit besitzen, wie ich ursprünglich annahm, denn:

    1. gibt es eine wahre Unzahl an Methoden, die sich - abhängig von Zeit und Ort - verschiedener Beliebtheit bei den Forschern erfreuen bzw. erfreuten.
    2. können sich die Ergebnisse der einzelnen Methoden mitunter gleich um mehrere Zentimeter unterscheiden (beispielsweise für die Frauen des Neolithikums liegen die errechneten Mittelwerte zwischen 149 cm und 157 cm!).
    3. kann diese Differenz je nach Methode bei Männern und Frauen unterschiedlich stark ausfallen.
    4. ist der Autor anscheinend der Meinung, dass es einen qualitativen Unterschied darstellen kann, ob die "In-situ-Messungen" an den Knochen von einem Anthropologen durchgeführt werden oder einem x-beliebig Archäologen.

    usw. usf.

    Das alles Bedeutet in der Praxis, Körpergrößenvergleiche zwischen unterschiedlichen Populationen, selbst wenn sie beispielsweise in benachbarten Dörfern und zur selben Zeit lebten, sind äußerst problematisch, sofern nicht bei den Untersuchungen der sterblichen Überreste die gleichen Schätzmethoden angewendet wurden. Sind die Methoden bekannt, dann kann versucht werden, eine mir eher kompliziert erscheinende Fehlerkorrektur durchzuführen. Liegen allerdings nur die nackten Endergebnisse vor - so wie es in vielen Publikationen der Fall ist - dann lassen sich eigentlich keine vernünftigen/präzisen Vergleiche mehr anstellen. Schlussfolgerungen wie "im Dorf A waren die Menschen im Schnitt um so und so viele Zentimeter größer als im Dorf B" sind daher mit äußerster Vorsicht zu genießen. Besonders dann, wenn jemand aus diesen Differenzen weitreichenden Schlüsse - etwa bezüglich der einstigen Ernährungsgewohnheiten oder der ethnischen Durchmischung - herleiten möchte. 


    Das Zahlenmaterial

    Es existieren weitaus mehr Schätzformeln, als ich in der nachfolgenden Tabelle berücksichtigt habe (z.B. Formel nach Tellkä 1950, Olivier 1978, Sjovold 1990 usw.). Allerdings hat sich der Autor meiner Quelle ebenfalls bei seinem Vergleich auf diese scheinbar besonders gebräuchlich Formeln konzentriert und daraus eine kombinierte Schätzung konstruiert.
    Ebenfalls keine Berücksichtigung fanden Datensätze der unmittelbare Gegenwart - falls sich jemand wundert, warum der rote Pfeil beim Zeitabschnitt "Moderne" nach unten zeigt. Dass die Körpergröße hier leicht zurückging, liegt unter anderem auch daran, dass immer wieder vielerorts für geraume Zeit ein schwerer Mangel an Nahrungsmitteln herrschten; vor allem aufgrund der Napoleonischen Kriege, der großen Weltwirtschaftskrise sowie des 1. und 2. Weltkriegs. Ganze Generationen litten unter den sich daraus ergebenden Wachstumsstörungen, was in den Referenzpopulationen der einzelnen Schätzmethoden seinen Niederschlag fand.

    Keine Rechte vorbehalten, ausgenommen die Nennung der Internetadresse der Quelle 

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    Archäologie mit dem Metalldetektor: Ein kurzer Beitrag über das Einbinden von sogenannten Sondengehern in die archäologische Arbeit (in Großbritannien schon seit Jahrzehnten Alltag, in Deutschland bisher eher die Ausnahme) | Spieldauer 5 Minuten | DR/ARD | Stream & Info, Direkter Download
    Anmerkung: Der interviewte Archäologe verschweigt, dass das von ihm gebrachte Beispiel "Harzhorn-Schlachtfeld" von Sondengehern entdeckt wurde, die illegal unterwegs waren, da es für sie keine probate Möglichkeit gab, ihrer Tätigkeit legal nachzugehen. Durch das Weglassen dieser Information wird in weiterer Folge insinuiert, dass Sondengeher erst nach einer regulären Entdeckung (durch Archäologen) hinzugezogen wurden - und zwar ausschließlich als Hilfskräfte. Nur ja nicht den Eindruck in der Öffentlichkeit erwecken, Sondengehen auf Eigeninitiative könnte mitunter auch Positives zutage fördern... Mit Citizen Science bzw. Bürgerarchäologie hat diese beschränkte Sichtweise nur scheinbar etwas zu tun. Vielmehr geht es hier primär darum, kostenlose und auf Abruf bereitstehende Handlanger zu rekrutieren - wie in diesem Podcast vom Wissenschaftstheoretiker Prof. Peter Finke durchaus treffend erläutert wird. 

    Klimaveränderung und Völkerwanderung: Ein Podcast über Paläoklimatologie, Dendrochronologie und ihren immer stärkeren Einfluss auf die Geschichtsforschung.  | Spieldauer 15 Minuten | DR | Stream & Info, Direkter Download

    Feuchte Sommer im Mittelalter: Noch ein Podcast, der sich mit dem Thema Klimageschichte befasst. Mit Ulf Büntgen, von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. | Spieldauer 29 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info, Direkter Download

    Adam und Eva - Deutungen eines Mythos: Über die Auswirkungen des Mythos von Adam und Eva auf die europäische Kulturgeschichte geht es in dieser Audiosendung. | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

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  • 09/14/15--03:01: Fundstücke KW 37
  • Was bedeutet eigentlich der Begriff “Völkerwanderung”? Und kann angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingsbewegungen tatsächlich von einer “neuen Völkerwanderung” gesprochen werden? Der Historiker Dr. Christian Scholl geht für die Gerda Henkel-Stiftung diesen und weiteren Fragen nach. Neuer Beitrag zur Reihe “Aufstieg und … Continue reading


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